Kommunalwahl 2026 Nürnberg - Antworten zum Böllerverbot

Ich habe am 12.02.26 den Kandidatinnen / Kandidaten der Nürnberger Kommunalwahl 2026 folgende Fragen per Mail gestellt:
1. Wie steht die Nürnberger Fraktion der XXX allgemein zum privaten Böllerverbot?
2. Welche konkreten Schritte sind zur Umsetzung dieser Position geplant?
3. Haben Sie/werden Sie Petitionen zum allgemeinen privaten Böllerverbot unterschreiben?
   (z.B. von der Berliner Polizeigewerkschaft gestartet: https://innn.it/boellerverbot)

Nachfolgend die Antworten (scrollen oder durch Klick in der Schnellsuche zur jeweiligen Partei)
Wichtiger Hinweis:
- die Antworten habe ich aus den erhaltenen Mails unverändert in diese Seite kopiert, sie geben allein die Meinung
  des Verfassers wieder.
- es geht mir bei meiner Anfrageaktion ausschliesslich um das Thema Böllerverbot

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CSU
Marcus König

freie Wähler
Thomas Estrada
AfD
Roland-A.Hübscher
Bündnis90/die Grünen
Britta Walthelm
SPD
Ahmed Nasser
Die Linke
Titus Schüller
ÖDP
Jan Gehrke
FDP
Uemit Sormaz
politbande
Ernesto Buholzer Sepulveda
LINKE LISTE Nbg.
Marion Padua
Wählergemeinschaft
Die Guten e.V.

Christiane Schleindl
BSW
Corell Wex
Tierschutzpartei
Nathalie Dietsch
Piraten&
Humanisten

Lukas Küffner
TSP (Tierschutz und Sozialpolitik)
Siegfried Schüller
Volt
Christian Penninger
Schnellsuche:
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CSU Marcus König zurück zur Auswahl
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freie Wähler Thomas Estrada zurück zur Auswahl
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AfD Roland-Alexander Hübscher zurück zur Auswahl
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Bündnis90/die Grünen Britta Walthelm zurück zur Auswahl
12.02.2026
Lieber Herr Appel, vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich an Frau Walthelm sogleich weitergeleitet habe. Da aktuell viele Termine sind (und daher auch die Gefahr, dass auch etwas mal durchrutscht), möchte ich Sie gerne bitten, dass Sie nochmal auf mich zukommen, sollten die Antworten ausbleiben. …
SPD Ahmed Nasser zurück zur Auswahl
noch keine Rückmeldung
Die Linke Titus Schüller zurück zur Auswahl
12.02.2026 Sehr geehrter Herr Appel,

vielen Dank für Ihre ausführliche Nachricht und Ihr Engagement – gerade auch im Hinblick auf Tiere, Nachbarschaft und ein respektvolles Miteinander.

Gerne beantworte ich Ihre Fragen:

1.) Ja, wir sind für ein privates Böllerverbot.

Die Fraktion von Die Linke setzt sich für ein Ende des privaten Silvesterböllerns ein. Die Belastungen für Tiere, ältere Menschen, Kinder, traumatisierte Personen sowie die massive Feinstaubentwicklung und die zunehmende Zahl an Verletzten sprechen aus unserer Sicht klar gegen das Abbrennen privater Feuerwerkskörper. Auch die Einsatzbelastung für Rettungskräfte, Feuerwehr und Polizei ist jedes Jahr enorm.

Uns ist bewusst, dass kommunale Handlungsspielräume aktuell rechtlich begrenzt sind. Dennoch halten wir es politisch für notwendig, hier klar Position zu beziehen und auf eine Änderung der bundesrechtlichen Rahmenbedingungen hinzuwirken.

2.) Welche konkreten Schritte sind geplant?

Wir verfolgen dabei mehrere Ebenen:
– Wir planen eine Initiativen im Stadtrat mit dem Ziel, bestehende kommunale Spielräume konsequent auszuschöpfen (z.B. Ausweitung von Verbotszonen, konsequentere Kontrollen, Informationskampagnen).
– Politischer Druck mit unserer Bundes- und Landespartei auf Landes- und Bundesebene, damit Kommunen mehr rechtliche Möglichkeiten erhalten, flächendeckende Regelungen zu treffen.
– Unterstützung von Bündnissen aus Umwelt-, Tierschutz- und Rettungsorganisationen, die ein allgemeines privates Böllerverbot fordern.
– Öffentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung für die Folgen von Silvesterböllerei – insbesondere für Tiere, vulnerable Gruppen und Einsatzkräfte.

Wir streben an, dass es statt privater Knallerei organisierte, sichere und umweltverträgliche Veranstaltungen geben kann – sofern überhaupt Feuerwerk.

3.) Ja, habe ich.

Ich habe entsprechende Petitionen für ein allgemeines privates Böllerverbot unterschrieben – unter anderem auch die Initiative, die von der Berliner Polizeigewerkschaft angestoßen wurde.

Vielen Dank nochmals für Ihre Fragen. Ich halte es für wichtig, dass dieses Thema sachlich und verantwortungsvoll diskutiert wird – gerade weil viele Menschen die jährliche Entwicklung mit großer Sorge beobachten.

Mit freundlichen Grüßen
Titus Schüller
ÖDP Jan Gehrke zurück zur Auswahl
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FDP Uemit Sormaz zurück zur Auswahl
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politbande Ernesto Buholzer Sepulveda zurück zur Auswahl
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LINKE LISTE Nürnberg Marion Padua zurück zur Auswahl

16.02.2026
H allo Herr Appel,
vielen Dank für Ihre Mail. Hier meine (ehrlichen) Antworten:

Meine Fragen:
1. Wie steht die Nürnberger Fraktion der Linke Liste allgemein zum
privaten Böllerverbot? (bitte mein "Vorab Punkt2" beachten!)

Die LINKE LISTE Nürnberg ist eine Wählervereinigung, keine Partei. Unser Schwerpunkt ist Soziales und Verkehrswende.

Mit einem Böllerverbot haben wir uns noch nicht beschäftigt, deshalb kann ich Ihnen keine Position der LINKEN LISTE darstellen. Ich persönlich bin Tierliebhaberin und hatte immer Katzen. Wegen ihnen blieb ich immer Silvester zu Hause, um sie in ihrem psychischen Stress und Angstzuständen zu unterstützen. Mir ist also die Problematik von Tierbesitzer bekannt.

Ich wäre sofort mit einem Böllerverbot einverstanden, weil es, außer der Zumutung für Tiere, auch eine Zumutung für Menschen ist: Luftverschmutzung, Straßenmüll, gefährlich.

Z.B. wäre es vielleicht eine Lösung, an einem abgelegenen Ort, wie die Breite Straße am Dutzenteich ein Feuerwerk örtlich einzuschränken.

Die Mehrheit der Bevölkerung ist wohl für ein Böllerverbot, trotzdem wird weiter eine hohe Summe dafür ausgegeben.


2. Welche konkreten Schritte sind zur Umsetzung dieser Position geplant?

Bisher keine. Ich finde aber ein Bürgerentscheid zu diesem Thema gut.


3. Haben Sie/werden Sie Petitionen zum allgemeinen privaten Böllerverbot
unterschreiben?
   (z.B. von der Berliner Polizeigewerkschaft gestartet:
https://innn.it/boellerverbot)

Das schaue ich mir gerne an.

MFG
Marion Padua
Stadträtin der LINKEN LISTE

Wählergemeinschaft Die Guten e.V. Christiane Schleindl zurück zur Auswahl
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BSW Corell Wex zurück zur Auswahl
noch keine Rückmeldung
Tierschutzpartei Nathalie Dietsch zurück zur Auswahl
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Piraten& Humanisten Lukas Küffner zurück zur Auswahl
noch keine Rückmeldung
TSP (Tierschutz und Sozialpolitik) Siegfried Schüller zurück zur Auswahl
14.02.2026
Sehr geehrter Herr Appel,

vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihr Engagement zu diesem wichtigen Thema.
Ich bedaure, dass Ihre erste E-Mail aufgrund eines technischen Problems nicht zugestellt werden konnte.

Gerne beantworte ich Ihre Fragen zur Haltung der TSP zum privaten Feuerwerk in Nürnberg.

Zunächst möchte ich betonen, dass wir Ihre Sorgen hinsichtlich Lärm, Feinstaub, Belastungen für Einsatzkräfte sowie des Leids für Tiere und vulnerable Menschen sehr ernst nehmen. Diese Problematik betrifft viele Bürgerinnen und Bürger und darf politisch nicht länger ignoriert werden.

1. Grundsätzliche Haltung der TSP
Die TSP spricht sich für eine verantwortungsvolle, rechtssichere und verhältnismäßige Regulierung des privaten Feuerwerks aus.
Wir lehnen ein unkontrolliertes Dauerböllern ab, setzen aber zugleich auf Lösungen, die Freiheit und Schutz in ein ausgewogenes Verhältnis bringen.
Unser Ziel ist:
Nicht pauschal verbieten – sondern wirksam begrenzen und schützen.

2. Konkrete kommunale Schritte
Wir setzen uns in Nürnberg für folgende Maßnahmen ein:

a) Zeitliche Begrenzung
Das Abbrennen von Feuerwerk der Kategorie F2 soll stadtweit auf den Zeitraum von 23:30 bis 00:30 Uhr begrenzt werden.
→ Eine Stunde Feiern – statt eine Nacht Belastung.

b) Flächendeckende Schutz- und Verbotszonen
Dauerhafte Böllerverbotszonen rund um:
Pflege- und Altenheime
Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder Demenz
Krankenhäuser und Hospize
Tierheime, Tierkliniken und größere Tierhaltungen
mit einem Schutzradius von 300 bis 500 Metern.

c) Erweiterte Verbotsbereiche
In besonders sensiblen Stadtteilen, Altstadtbereichen und eng bebauten Wohnquartieren sollen zusätzliche Zonen eingerichtet werden.

d) Konsequente Durchsetzung
Klare Regeln, sichtbare Kontrollen und spürbare Bußgelder sind notwendig, damit Regelungen auch wirken.

3. Datengrundlage und Gesundheitsschutz
Die TSP fordert zusätzlich:

Mobile Feinstaubmessungen rund um Silvester

Transparente Veröffentlichung der Ergebnisse

Fachliche Bewertung der gesundheitlichen Auswirkungen

Sollten sich regelmäßig gesundheitlich relevante Spitzenwerte zeigen, muss Silvester als kommunaler Sonderbelastungsfall anerkannt werden. Dadurch werden weitergehende rechtssichere Maßnahmen möglich.

4. Zentrale Alternativen
Langfristig setzen wir uns für ein zentrales, professionell organisiertes Feuerwerk oder moderne Alternativen wie Licht-, Laser- oder Drohnenshows ein.
So kann gemeinsames Feiern ermöglicht werden, ohne unkontrollierte Belastungen.

5. Petition zum Böllerverbot
Ja, wir unterstützen die von Ihnen angesprochene Petition und ähnliche Initiativen ausdrücklich.
Wir sehen solche Petitionen als wichtiges demokratisches Signal aus der Bevölkerung und als Grundlage für politischen Handlungsdruck.

6. Demokratie vor Ort
Für uns gilt:
Politik beginnt in der Kommune.

Wenn viele Menschen Schutz für Tiere, ältere Menschen und gesundheitlich Belastete fordern, ist es Aufgabe des Stadtrats, Daten zu erheben, Maßnahmen zu ergreifen und Verantwortung zu übernehmen.

Unser Versprechen
Mit einer starken TSP im Stadtrat werden wir:

alle rechtlich zulässigen Handlungsspielräume ausschöpfen

Fakten schaffen statt Ausreden akzeptieren

Fortschritte regelmäßig einfordern

Nicht reden. Handeln.

Unser Leitsatz lautet:
„Wer nichts misst, muss nichts ändern.“

Ich danke Ihnen nochmals für Ihre konstruktive Anfrage und Ihr Engagement.
Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Siegfried Schüller
Volt Christian Penninger zurück zur Auswahl
12.02.2026
Hallo Herr Appel, hiermit leite ich die Mail an Herrn Penniger weiter (jetzt im CC). Mit lila Grüßen Maximilian Diepold (er/ihm) stellv. Landesvorsitzender

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